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taz - Die Tageszeitung 15.01.2007 |
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Dienstag, den 25. August 2009 um 11:50 Uhr |
Unerwünschter Intellektueller
Er ist integriert, aber Deutscher kann er nie werden: Luc Degla schreibt mit afrikanischem Auge über den Alltag in Braunschweig. Er würde jede Stelle annehmen. Trotzdem droht dem Wirtschaftsingenieur die Abschiebung
Das Spanferkel mit Kartoffelsalat hat er geliebt. Aber die Mettbrötchen mit Zwiebeln, die er heimlich "Feuerwehrmarmelade" nennt, hat Luc Degla nie angefasst. Der Mann aus Benin war Mitglied in einem stockkonservativen Verein von Ratsherrn. Wenn er im Vereinskeller sein Handy herausholte, dann wurde er gefragt, warum er nicht seine Buschtrommel dabei habe. Aber nein, es sei kein rassistischer Verein, schreibt der 38-Jährige in seinem gerade erschienen Buch "Das afrikanische Auge". Immerhin machten die Braunschweiger Honoratioren auch Witze über Polen und Franzosen. Und doch schloss ihn der Verein eines Tages per Beschluss der Vollversammlung aus - "wegen mangelnder Trink-Solidarität".
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